Lehrveranstaltungen
Teaching

Aktuell: Sommersemester 2017

Montags 15-17 Uhr "Gesellschaft" in Foucaults Vorlesungen 
Der französische Philosoph Michel Foucault hielt zwischen 1970 und 1984 insgesamt 13 Vorlesungen am Collège de France, die inzwischen alle ediert und übersetzt sind. Bis 1978 ging es ihm hauptsächlich um gesellschaftspolitische Themen wie Normalität, Disziplin und Regierungskunst. Aus jeder Vorlesung werden zwei Abschnitte intensiv besprochen, um die Arbeit in dieser Werkstatt des philosophischen Denkens nachvollziehen und auf ihre Aktualität prüfen zu können.
    
Nach VereinbarungMoMo-Leipzig (Kolloquium)
MoMo-Leipzig ist eine freie Diskussionsrunde, die einmal monatlich an einen Montag in einer Privatwohnung zusammenkommt (Beginn: 20 Uhr, Ende offen). Themen der Kunst und Philosophie werden vorgetragen und diskutiert. Informationen und Anmeldung hier
  
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Frühere Veranstaltungen

Wintersemester 2016/17Roland Barthes als Kulturphilosoph 
Roland Barthes hat sein Denken an den Künsten ausgerichtet und Literatur, Theater, Fotografie und Mode thematisiert. Die Tiefenbohrungen der Hermeneutik hat er durch eine Zeichenlehre der Oberfläche ersetzt und konnte so auch Mythen und Liebe zum Gegenstand größerer Studien machen. Biografie und Autobiografie waren ebenfalls Themen von Barthes, vor allem im letzten Jahrzehnt seines Wirkens bis 1980. Die Lehrveranstaltung gilt einer tastenden Kulturphilosophie in ausgewählten Werken.
   
Sommersemester 2016

Philosophie des Buches
Heute sind Texte längst auch digital verfügbar. Wir lesen auf Readern und Smartphones. Die Schrift löst sich von der Druckerschwärze; das Umblättern von Papierseiten wird seltener. Bücher erhalten mediale Konkurrenz. Endet damit eine Ära? Wir blenden zurück und lesen zur Philosophie des Buches eine Reihe von Texten darüber, wie Lesen und Denken zusammenhängen, u. a. von Alan Bloom, Michel Foucault, Jacques Derrida, Platon, Marcel Proust, George Steiner.  
   

Wintersemester 2015/16Enzyklopädisten vor der Wikipedia
Enzyklopädien gibt es in allen, auch alten Wissenskulturen. Unter den überlieferten Büchern finden sich Wissenswerke für Experten wie umfassende philosophische Synthesen. Erst im 18. Jahrhundert aber beginnt in Europa das enzyklopädische Schreiben für ein allgemeines Publikum, markant mit dem Universal-Lexicon, das in Leipzig in 68 Bänden zwischen 1732 und 1754 erscheint. Es folgen die berühmte französische Encyclopédie (1751-1767) und die Encyclopedia Britannica (1768-1771), die bis heute erscheint. Gegenstand der Lehrveranstaltung sind die zentralen Motive der enzyklopädischen Arbeit und ihre wichtigsten Protagonisten aus der Epoche vor der Wikipedia, die als Ausgangspunkt thematisiert wird.
    
Wintersemester 2015/16"Affen in Europa" – Ausstellungsvorbereitung
Die Buchausstellung "Als die Affen nach Europa kamen" (Arbeitstitel), die am 31.03.2016 in der Bibliotheca Albertina eröffnen wird, muss auf verschiedenen Ebenen vorbereitet werden: Design des Ausstellungsraums, inhaltliche Füllung der Ausstellungswebseite, Planung und Organisation des Rahmenprogramms, überregionale Bewerbung der Ausstellung. Ausgangspunkt ist der Katalogtext, der allen TeilnehmerInnen rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung zugänglich gemacht wird.
    
Sommersemester 2015Die Druckseite (Ausstellungsvorbereitung) 
"Die Erfindung der Druckseite" – unter diesem Titel findet im Herbst 2016 eine große Buchausstellung in Leipzig und Lyon statt. Thema ist die Entstehung des Lese-Layouts, das sich 500 Jahre lang bewährte und nun im Internetzeitalter langsam verschwindet. Die Lehrveranstaltung dient der Ausstellungsvorbereitung und hat folgende Inhalte: Auswahl der Exponate (teils am Original, teils über Datenbanken), Definition der Themen für den Katalog und die Ausstellungs-Webseite, Entwurf eines multimedialen Besucherparcours, Planung der Öffentlichkeitsarbeit samt Rahmenprogramm. Französischkenntnisse sind willkommen.
     
Wintersemester 2014/15Nietzsche als Kulturphilosoph
Friedrich Nietzsche (1844-1900) hat viele Philosophen des späten 20. Jahrhunderts stark beeinflusst. Nietzsche setzt Kultur und Gesellschaft in Spannung zur Geschichte, der er einen kritischen Wert beimisst. So ist er Vorbild für genealogische Untersuchungen geworden, die das, was ist, aus dem erklären, was geworden ist. Die Veranstaltung führt in eine Reihe von Werken Nietzsches ein, darunter Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben, Morgenröte, Die Fröhliche Wissenschaft und Jenseits von Gut und Böse.   
   
Sommersemester 2014Gibt es Klassiker der Philosophie?
Philosophische Themen werden nicht nur seit Jahrhunderten diskutiert, Philosophie wird auch gelehrt. Verlage begleiten das, in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert etwa mit einer Buchreihe namens "Philosophische Bibliothek". Welche Werke gehören dazu? Welche Bücher werden präsentiert? Welche Geschichte wird erzählt? Wie wird mit dem philosophischen Denken ein Kanon der verbindlichen Texte verbunden? Die Veranstaltung problematisiert, wie man heute in die Philosophie einführen kann, und versucht selber eine Einführung in die Philosophie anhand ausgewählter, 'klassischer' Werke. 
   
Wintersemester 2013/14Foucault als Kulturphilosoph
Michel Foucault (1926-1984) hat über Wahnsinn, Krankheit, Delinquenz und Sexualität sowie über die Kulturen des Umgangs mit Kranken, Straftätern und "Anormalen" gearbeitet. Mit einflussreichen Büchern hat er das Themenfeld der zeitgenössischen Philosophie bereichert. 
   
Wintersemester 2013/14
Blockseminar
Bücher und ihr Publikum: das Projekt Pflanzenbuchausstellung
Die Veranstaltung diente der Vorbereitung einer am 14.11.2013 eröffneten Ausstellung in der UB Leipzig unter dem Titel "Römers Garten". 
   
Wintersemester 2013/14Leipziger E-Humanities Seminar 
(Mitveranstalter) Programm 
   
Sommersemester 2013Naturwissen und Buchwissen. Ordnungsmodelle der Botanik
Im Druckzeitalter wurden Bücher zur Repräsentation von Natur genutzt. Pflanzenbücher haben aber nicht nur die Botanik geordnet, sie besaßen zugleich medizinische Bedeutung und hatten nicht selten einen technologisch-künstlerischen Wert. Die Veranstaltung führt in die Buchkultur illustrierter Drucke ein, thematisiert die Funktion und Zirkulation von naturkundlichen Werken und bereitet eine Ausstellung vor.
   
Wintersemester 2011/12Den Krieg denken
1813 wurde in Europa eine der letzten Schlachten eines großes Krieges geschlagen, 1914 begann in Europa ein neues, 30jähriges Kriegsgeschehen. In den hundert Jahren dazwischen wurde der Krieg in Europa gedacht: Wie eigentlich? "Es gibt fast keine Kunst, keine Wissenschaft, die nicht mit der des Krieges in Berührung träte", heisst es im Vorwort zum ersten Band der Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und Geschichte des Krieges (1824). Dieser Anwesenheit des Krieges im Denken des 19. Jahrhundert gilt die Lehrveranstaltung; es geht um die geistige Anwesenheit des Krieges als Idee und Konzept.
   
Sommersemester 2011Vom Universal-Lexikon zur Wikipedia
Wie funktionieren Enzyklopädien? Welches Wissen wird kommuniziert? Sind Enzyklopädien Instrumente der Aufklärung? Solche und andere Fragen an die Geschichte und die Gegenwart der Wissenskultur werden in der Lehrveranstaltung untersucht. 
   
Wintersemester 2010/2011Staat und Gesellschaft bei Michel Foucault
Was heißt "Staat" beim Denker der Biopolitik? Was ist "Gesellschaft" für den Analytiker der Disziplinarmacht? Eine gründliche Lektüre vor allem der in den letzten Jahren erschienenen Vorlesungen von Michel Foucault steht im Zentrum der Veranstaltung, die Foucaults Projekt der "historisch-philosophischen Forschungen" als eine Form der "Kritik" untersucht.
  
Wintersemester 2010/2011Projektseminar Buchausstellung
Die Veranstaltung begleitet eine Buchausstellung, die ab November 2010 in der Bibliotheca Albertina zu sehen ist und bereitet eine vor, die ab Februar 2011 gezeigt wird. Arbeitsvorhaben sind: Katalogredaktion und -korrektur, Werbung, Pressearbeit, Gestaltung des Rahmenprogramms
   
Sommersemester 2010
Seminar
Das Denken der Aufklärung
Die herrschende Vorstellung und Praxis der Rationalität findet ihre Vorbilder im 17. und 18. Jahrhundert bei Denkern, die der Aufklärung zugerechnet werden. Descartes, Spinoza, Leibniz, Locke, Wolff, Hume, Condorcet, Condillac, Lessing, Mendelssohn und Kant exponieren das Denken im Zusammenhang mit Phantasieren, Empfinden, Wahrnehmen, Urteilen, Glauben, Handeln und Leiden. Jene Denker stehen mit diesen Themen zur Diskussion.
   
Sommersemester 2010
Seminar
Die Seite. Druck macht Sinn
Die Veranstaltung bereitet eine Buchausstellung vor, die ab November 2010 in der Biblio­theca Albertina zu sehen sein wird. Arbeitsvorhaben sind: Exponatauswahl und -beschreibung, Präsentation in Vitrinen, im Katalog und im Internet, Dokumentation und Recherche, Werbung etc.
  
Sommersemester 2009
Seminar
Die engagierte Bibliothek
Eine Ordnung des Wissens, die sich an der Produktion des Wissens ausrichtet, gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert. An der Schnittstelle zwischen Forschung und Lektüre entsteht die wissenschaftliche Bibliothek, wie wir sie heute kennen. Neues Wissen wird von professionellen Bibliothekaren katalogisiert und über Raster, Räume und Rezensionen zugänglich gemacht. Inhalt des Seminars sind Texte zur Bibliothekstheorie und die Analyse von Katalogisierungsleistungen, vorzugsweise am Beispiel der Universitätsbibliothek Leipzig, die im 19. Jahrhundert eine der größten und wichtigsten Bibliotheken weltweit war. 
   
Wintersemester 2008/09
Seminar
Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge
"Die Ordnung der Dinge" enthält Foucaults These vom Verschwinden des Menschen als regierender philosophischer Konzeption. Das Buch hatte weltweit große Wirkung und beeinflusst die Diskussion bis heute. Foucault entwirft ein Geschichtsbild geistes- und sozialwissenschaftlichen Arbeitens, er konzipiert "Gegenwissenschaften" und problematisiert solche Ordnungen im Denken, denen wir nicht entgehen können. 
  
Wintersemester 2008/09
Vorlesung
Foucault im Kontext der französischen Philosophie
Michel Foucault ist einer der einflussreichsten Denker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Philosophie betrifft die Rationalität und den Diskurs der Wahrheit, darüber hinaus auch Literatur und Kunst, Sexualität und Verbrechen, Wahn­sinn und Lebenskunst. Die Vorlesung stellt Foucaults wichtigste Arbeiten vor und bezieht dabei andere Denker mit ein, wie beispielsweise Louis Althusser, Roland Barthes, Georges Canguilhem, Gilles Deleuze, Jacques Derrida und Jean-Paul Sartre.
  
Sommersemester 2008
Seminar
Das Heilige
Geheiligt werden Personen, Orte, Artefakte (auch etwa Bücher), sie werden damit dem Bereich des Profanen entgegengesetzt, den Anstrengungen der Rationalität entzogen, dem Wunsch nach Einsehbarkeit entrückt. Moderne Historiker und Soziologen beschreiben Religion grundsätzlich mit Bezug auf das Heilige oder Heiligkeit. Im Seminar werden Texte des 20. und 21. Jahrhunderts diskutiert, u. a. von Roger Caillois, René Girard, Martin Heidegger, Dietmar Kamper, Rudolf Otto, George Steiner, Paul Tillich, Gianni Vattimo.
   
Wintersemester 2007/08
Vorlesung
Die Bibliothek. Geschichte und Philosophie der Wissensordnungen
Die Hauptfunktion jeder größeren Bibliothek ist bis heute die Ordnung des Wissens, durch Anordnung der Quellentexte und durch eigene Erschließungsinstrumente: Bibliographien, Kataloge, Datenbanken. Die Vorlesung analysiert – durchweg mit Bildmaterial – Bibliotheken sowohl historisch wie philosophisch. Denn die Geschichte des Denkens, der Literatur und der Wissenschaften ist undenkbar ohne die Aktivitäten der Bibliothekare.
Sommersemester 2007
und Wintersemester 2007/08
Projektseminar
Gelehrte, Geschichte, Gesellschaft: Christian Gottlieb Jöcher
Der Leipziger Philosophieprofessor und Universitätsbibliotheksdirektor Christian Gottlieb Jöcher (gest. 1758) ist insbesondere mit seinem "Allgemeinen Gelehrtenlexikon" (1751) berühmt geworden. Das Seminar bereitet eine Ausstellung zu diesem Werk vor.
   
Wintersemester 2006/07
Vorlesung
Bilder der Aufklärung
Freies Urteil, gezügelte Sinnlichkeit, Kritik der Religion, wissenschaftliche Forschung, Leben in Freiheit: all dies sind Charakteristika der Aufklärung, Synonyme der europäischen Moderne des 17. und 18. Jahrhunderts, wie sie von Philosophen und Wissenschaftlern geprägt wurde. Zentrale Denker – von Bacon bis Hume, von Descartes bis Rousseau, von Thomasius bis Kant – sollen in ihren Kontexten erläutert werden. 
   
Wintersemester 2006/07
Seminar
Theorien der Aufklärung
Im Anschluß an die Vorlesung "Bilder der Aufklärung" bietet das Seminar die Möglichkeit zur vertieften Diskussion von Theorien der Aufklärung aus dem 20. Jahrhundert. Texte von Ernst Cassirer, Paul Hazard, Michel Foucault, Jürgen Habermas, Reinhard Koselleck, Jonathan Israel und anderen.
   
Sommersemester 2006
Seminar
Magisches Denken
Die Naturphilosophie der Moderne gründet sich, einer geläufigen Legende zufolge, auf experimentelle und beobachtende Wissenschaft, die unverträglich mit magischen Vorstellungen sei. Im Seminar werden Texte studiert, die diesen Gegensatz nicht kennen, u. a. von Reuchlin, Paracelsus, Ficino, Pico, Agrippa von Nettesheim, Bruno Kepler, Böhme und Comenius.